Mit Superfoods neue Kunden gewinnen

Superfoods unterstützen und verbessern spezielle und allgemeine Funktionen im menschlichen Organismus und bieten damit, neben dem Genuss, einen zusätzlichen Nutzen.

25.04.2019 | Daniel Scheffer
Mit Superfoods neue Kunden gewinnen

Superfood ein anhaltender Trend, doch was ist Superfood genau?

  • natürliche Lebensmittel
  • mit einer im Vergleich hohen Nährstoffkonzentration*
  • können einheimische als auch exotische Lebensmittel sein
  • werden oft seit vielen Jahrzehnten/-hunderten in ihren Kulturkreisen ob ihrer positiven Wirkung auf Körper und Geist geschätzt
    Beispiel Maca (-wurzel): Fragt man ältere peruanische Dorfbewohner, warum sie ihren   Kindern täglich Maca geben, lautet die Antwort nutzenorientiert: „Weil sie dann bessere Schulnoten schreiben“.

*Nährstoffe: Vitamine, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien u.a.

Warum ist Superfood für uns so wichtig?

Superfoods unterstützen und verbessern spezielle und allgemeine Funktionen im menschlichen Organismus und bieten damit, neben dem Genuss, einen zusätzlichen Nutzen über den Konsum von Lebensmitteln.

Letztendlich führt das Thema Superfoods aber zu einer anderen Sicht auf das Thema Essen im Allgemeinen. Durch das Internet können sich Verbraucher präzise darüber informieren, was sie konsumieren. Das hat dazu geführt, dass Ernährung stärker hinterfragt wird. Konsumenten wollen wissen, was sie zu sich nehmen und welche Auswirkungen das auf sie hat, negativ wie positiv. Daraus erst entstehen Trends, sowie eine Ausweitung der Wahrnehmung von Lebensmitteln aus der ganzen Welt.

Superfoods motivieren die Konsumenten, Ernährung zum eigenen Vorteil zu nutzen und bieten Raum für die individuellen Bedürfnisse. Jeder kann sich anhand des eigenen Bedarfs seine Ernährung mit Superfoods gestalten, um den gewünschten Nutzen zu erzielen. Dem Spieltrieb sind dabei keine Grenzen gesetzt. Es wird viel ausprobiert und getestet. Dabei sind viele Emotionen im Spiel.

Was ist der Unterschied zur Ernährung von früher? War das Essen früher nicht auch schon Superfood?

Ja und nein. Traditionelle regionale Gerichte (z.B. Eintöpfe) enthalten einheimische Superfoods und erfüllen damit alle Kriterien, um in diese Kategorie zu fallen. Anderseits wurde früher auch viel mit Fett und Zucker gekocht/zubereitet, weil das in Zeiten von Armut und Mangel einen hohen Energiewert versprach. So ist ein Ratatouille genauso ein traditionelles Gericht wie ein Tiramisu. Ersteres kann man getrost als Superfoodgericht bezeichnen, zweiteres ist sicher sehr lecker, bietet aber kaum Nährwerte. Mit der heutigen Auswahl an Lebensmittel und der hohen Kaufkraft einer breiten Bevölkerungsschicht, kann man sogar ein Tiramisu so zubereiten, dass es als Superfood durchgeht und dennoch Genuss bietet.

Interessant ist, dass das Thema Superfoods erst wieder dazu geführt hat, sich auch mit den heimischen Superfoods zu beschäftigen und zu sehen, dass Leinsamen und Blaubeeren ähnliche Vorteile bieten wie Chiasamen und die Acai Beere. Daher ist das Thema an sich ein Zugang zu gesunder Ernährung, die im Zuge der Globalisierung, Junk Food (ungesundes Essen) und To Go (zum Mitnehmen) wieder für altes Wissen und traditionelle Ernährung sensibilisiert. Entweder/ oder ist dabei aber der falsche Ansatz, denn die Verbraucher kaufen exotische Superfoods und werden dies auch weiter tun. Die Kombination aus heimischen und exotischen Superfoods ist der Schlüssel zum Konsumenten und geht damit ernsthaft mit den kritischen Fragen zu Superfoods um, ohne dessen Potential zu ersticken. Heimat und Ferne. Tradition und Innovation.

Kann der Agrano Kunde durch Superfood neue oder verloren gegangene Kunden (zurück-) gewinnen?

Vor allem lassen sich neue Zielgruppen erschliessen, die bisher von Food Start-Ups (junge Unternehmen im Lebensmittel Bereich) bedient werden. Traditionelle Unternehmen müssen sich dabei aber auch ihren Kunden gegenüber anders positionieren. Zum Beispiel mit einer glaubwürdigen Untermarke im Sortiment. Ausserdem müssen die Entwicklungen einen echten Nutzen bieten und ein nachvollziehbares Konzept sein. Einfach „Superfood“ drauf schreiben ist eher gefährlich was Markenauthentizität bzw. die Glaubwürdigkeit angeht. Das Thema ist aus übergeordneten Bewegungen entstanden und wird somit nachhaltig von den Konsumenten ernst genommen und gelebt.

Auch verloren gegangene Konsumenten können zurückgewonnen werden. Denn viele auch ältere Konsumenten ernähren sich heute bewusster und bleiben nicht zwangsläufig bei ihrer „alten“ Marke wenn sie woanders einen Zusatznutzen erhalten.

Vorteil gegenüber Start Ups sind dabei die Tradition und Bekanntheit, wenn sie in Symbiose mit der Offenheit für Trends und Innovation im Marketing richtig ausgespielt werden. Voraussetzung bleibt ein schlüssiges Produkt- und Sortimentskonzept, die den kommunizierten Nutzen auch halten.

Was bringt es einem Kunden der Agrano, wenn er Superfood Produkte verkauft, oder Artikel mit Superfood anreichert?

Unter den genannten Voraussetzungen können definierte Zielgruppen, vor allem auch online, angesprochen werden. Es bieten sich sowohl neue Absatzkanäle, als auch ein grosses Potential in der Vermarktung bzw. in der Kommunikation mit Konsumenten. Superfoods bieten Zusatznutzen. Dieser gesamte Bereich kann auf vielfältige Weise kommuniziert werden, denn er hat mit Attitude und Lifestyle zu tun.

Nachhaltig hat dies positive Auswirkungen auf die Markenwahrnehmung des Kunden. Sie als Bäckerei, Konditorei, Restaurant, grosser Gastrobetrieb innerhalb von Alterszentren, Spitälern, Universitäten etc. können langfristig als Innovationsführer wahrgenommen werden. Womit sie sich deutlicher von den Mitbewerbern abgrenzen können.

Superfood Produkte sind oft zunächst mal Nischenprodukte. Diese Nischen haben aber bereits gezeigt, dass sie sich zu Massenprodukten entwickeln können, wenn die Qualität und die Kommunikation stimmig ist. Gerade auch die sozialen Medien spielen dabei eine grosse Rolle.

Haben Sie Lust Ihre Kunden mit einem Superfood-Rezept zu überraschen?

Wir haben Ihnen in dieser Broschüre leckere und einfache Superfood-Rezepte zusammengestellt.

Möchten Sie noch mehr über das Thema erfahren?

An der Fachtagung Gemeinschaftsgastronomie des Schweizer Kochverbandes, hat Beatrice Elena Baumer, Dozentin für Lebensmittelwissenschaften und Ernährung an der ZHAW und Präsidentin der Eidg. Ernährungskommission, ein Referat zur Definition von Swiss Super Food gehalten. Die spannenden Präsentation finden Sie unter dem folgenden Link .

Hier ein kleiner Auszug aus der Präsentation von Beatrice Elena Baumer mit einer Tabelle von internationalen Superfoods versus schweizer Superfoods:

Viel Spass beim Ausprobieren der Superfood Rezepte!

Ihr Agrano Team